Aktuelles vom Flüchtlings- und Integrationsbeauftragten: Bilanz, Ausblick und Abschied nach einem Jahr


Mittlerweile hat es sich wahrscheinlich bereits ein wenig herumgesprochen oder Sie haben es gar in der Zeitung gelesen. Ich werde zum Ende des Jahres meine Tätigkeit als Flüchtlings- und Integrationsbeauftragter der Gemeinde Maulburg beenden und ab Januar das sogenannte Integrationsmanagement der Stadt Rheinfelden übernehmen. Das liegt nicht daran, dass es mir hier nicht gefallen oder ich es nicht gut gehabt hätte. Im Gegenteil! Für mich war das eine Jahr in Maulburg eine sehr schöne Zeit. Ich habe mich rundum wohl gefühlt und der Ort und viele seiner Bewohnerinnen und Bewohner sind mir sehr ans Herz gewachsen. Mein Wechsel hat ausschließlich innerfamiliäre Gründe, da ich hier lediglich mit einer halben Stelle beschäftigt war, ab Januar aber eine volle Stelle benötige. So nutze ich diese letzte meiner Mitteilungen, um Bilanz zu ziehen, Ihnen zu berichten, wie es hier in Maulburg mit der Betreuung der Flüchtlinge weitergeht, und mich zu bedanken und zu verabschieden.


Fünf Aufgabengebiete haben mich in diesem Jahr im Wesentlichen beschäftigt. Zunächst war da die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen, die meisten davon bei Maulburg hilft! engagiert, andere aber auch unabhängig davon. Gemeinsam haben wir uns für das Wohlergehen und die Integration der Flüchtlinge hier am Ort eingesetzt. Im Zusammenhang damit steht die individuelle Betreuung von Flüchtlingsfamilien und Einzelpersonen, die längerfristig in Maulburg leben. Dies war, um es vorsichtig zu sagen, eine außerordentlich vielschichtige Aufgabe. Sie erstreckte sich von „gewöhnlicher“ Alltagsbegleitung über die Suche nach Wohnraum und Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bis hin zu komplizierten Rechtsangelegenheiten. Sie hat mich unter anderem in Kontakt mit Polizei, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft und Inkassounternehmen gebracht. Es gab aber kaum ein Problem, das nicht gelöst werden konnte.
Die Begleitung der Gemeinschaftsunterkunft in der Alten Alemannenhalle war ein weiteres Arbeitsgebiet. Hier war ich nicht für die internen Abläufe verantwortlich, aber für die „Schnittstelle“ zum Dorf hin. Nicht zuletzt ging es immer wieder darum, für Begegnungen und ein gutes Miteinander zu sorgen. Mit diesem Bereich hing nun wieder in besonderer Weise die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt in Lörrach zusammen, besonders mit dem Leiter des Fachbereichs Aufnahme und Integration und meinen beiden Kolleginnen, der Flüchtlingsbeauftragten und der Integrationsbeauftragten. Darüber hinaus habe ich mit unzähligen Behörden, Ämtern und Dienststellen zu tun gehabt.
Schließlich gab es noch den Bereich Vernetzung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehörte die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Organisationen und Gruppen am Ort und im Landkreis, die im Bereich der Flüchtlingsbegleitung tätig sind. Im Dorfstübli gab es zwei Veranstaltungen und in der Presse regelmäßig Berichte über das, was hier in Maulburg im Rahmen der Flüchtlingsbegleitung geschieht. Nicht zuletzt habe ich versucht, Sie mit meinen Mitteilungen im Gemeindeblatt informiert und auf dem Laufenden zu halten, und all Ihren Anliegen, die Sie an mich herangebracht haben, nachzugehen.
Wie geht es nun weiter? Ich denke, gut. Der Gemeinderat hat am 4. Dezember beschlossen, für zwei Jahre noch einmal 25 Stellenprozente für den Bereich der Integrationsarbeit in Maulburg zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit weiteren 25%, die über den sogenannten Pakt für Integration durch das Land Baden-Württemberg finanziert werden, ergibt dies wieder eine 50% Stelle, die ab dem 1. Januar 2018 besetzt sein sollte. So ist eine Kontinuität für die Flüchtlingsbegleitung gewährleistet und die entscheidenden Aufgaben können auch in den nächsten beiden Jahren professionell wahrgenommen werden. Die Schnittstelle zur Gemeindeverwaltung und zum Landratsamt bleibt besetzt und sowohl die Ehrenamtlichen als auch die Bürgerinnen und Bürger haben weiterhin eine Ansprechperson für ihre Anliegen.
So kann ich zum Abschied beruhigt Dank sagen. Dabei beginne ich bei meinen Kolleginnen und Kollegen von der Gemeindeverwaltung, besonders hier im Rathaus. Mit zweien davon durfte ich das Büro teilen und ich hatte regelmäßig mit Hauptamt, Rechnungsamt, Bauamt, Bürgerbüro und natürlich dem Bürgermeister zu tun. Außerhalb des Rathauses waren es das Dorfstübli, der Bauhof, die Kita Neue Straße und die Wiesentalschule, mit denen ich regelmäßig Kontakt hatte. Dann gilt mein Dank allen anderen Hauptamtlichen aus dem Bereich der Flüchtlingsarbeit hier am Ort, im Speziellen der Heimleitung und der Sozialbetreuung in der Alten Alemannenhalle. Und zu guter Letzt seien noch einmal die Ehrenamtlichen genannt, mit denen zu arbeiten eine große Freude war.
Ihnen allen vielen Dank für die freundliche Aufnahme und das konstruktive Miteinander und für die Zukunft alles Gute, und bleiben Sie einander gewogen, egal, wo Sie herkommen und wie lange Sie schon hier sind.
Armin Zimmermann

(Erstellt am 08. Dezember 2017)
 

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